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Unser Chronik

Chronik

Nach dem 2. Weltkrieg war Maishofen noch ein kleines Dorf mit großteils bäuerlichem Charakter.
 
So gelang es auch unserem Ehrenbürger Oberschulrat Matthias Pichler in der Nachkriegszeit eine der 4-H-Gruppen (Hand, Herz, Hirn und Heimat) zu gründen.
 
Die 4-H-Gruppen waren die Vorläufer der heutigen Landjugendorganisation Salzburg. Ihre hauptsächliche Aufgabe war es, Jugendliche in ihrer Freizeit am landwirtschaftlichen Sektor weiterzubilden.
 
Zur gleichen Zeit traf sich auch der geistliche Rat Pfarrer Johann Pichler regelmäßig mit seiner Pfarrjugend. Aus diesen beiden Gruppen, großteils aus der 4-H-Gruppe, entwickelte sich 1953 die Landjugendgruppe Maishofen.
 
Ihr erster Obmann war Max Eder – Hettlerbauer. Die Landjugend setzte sich Ziele im Bereich der Weiterbildung, dem Sport, der Sozial- und Öffentlichkeitsarbeit, sowie der Heimatpflege und dem Brauchtum. Für die Weiterbildung werden Kurse, Schulungen und Seminare abgehalten. Als weiteres Ziel darf die Heimatpflege und das Brauchtum nicht vergessen werden. Die Landjugend gestaltet das Erntedankfest sowie das Anklöckeln, sie beleben echte Volkstänze, Trachten und deren Bräuche.
 
Poldi Eder, erste Gruppenleiterin, schildert kurz wie es damals zuging: Zitat Poldi Eder: "Obwohl die Burschen der LJM so manchen Wettbewerb im Mähen, Traktorgeschicklichkeitsfahren sowie in der Tierbeurteilung erringen konnten, dürfte ihnen etwas gefehlt haben. Somit entstand die Idee eine Volktanzgruppe aufzubauen, aber dies war nicht möglich, da nur Burschen in der Gruppe waren.
 
Für den Landjugendführer Eder Max war dies kein Problem, Mädchen gab es genug in Maishofen. So stellte er einfach die Forderung, bis zur nächsten Zusammenkunft müsse jeder Bursche mit einem Mädchen kommen. Lotte Hein und Herr Stöger, Volksschuldirektor in Wörth, nahmen sich die Mühe, den Jugendlichen den Volkstanz beizubringen und so erlebten sie viele schöne Stunden in ihrer Gruppe.
 
Nachdem Jugend nicht ewig währt, begann sich die Gruppe allmählich aufzulösen…"
 
Nachdem Max Eder und Berta Kendlbacher geheiratet haben, übernahm Hermann Hollaus die Leitung, bald darauf Kammerer Alois und in dieser Zeit gründete Poldi Eder eine LJ-Mädchengruppe.
 
Mit den Mädchen trafen sie sich vorerst einmal im Monat im Pfarrhof, später bekamen sie den Jugendraum im Gemeindekeller. Es wurde getanzt, Theater gespielt und da sie sich als eine katholische Landjugend sahen, betätigten sie sich auch im kirchlichen Bereich.
 
Heute hat die Maishofner Landjugend ein sehr abwechslungsreiches modernes Programm, wobei auf Fortbildung und Kultur nicht vergessen wird. Dazu kommen Ausflüge und Exkursionen der Maishofner Gruppe, die auch ins Ausland führen.

 

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